5 Dinge die du zu Hause machen kannst, um Bienen zu unterstützen

18.05.2018

Von Laura Oberjatzas

Wusstest du, dass es um die 500 Bienenarten in Bayern gibt? 40 Sorten dieser beliebten Nützlinge gelten jedoch als verschollen oder ausgestorben. 

Weil unser Leben ohne diese flauschigen Insekten dramatisch an Qualität abnehmen würde, sollten wir alle etwas für die Bienen machen! 

Wir haben fünf einfache (und leckere!) Tipps für dich, wie du den Bienen aus der Nachbarschaft helfen kannst.

1. Säe bienenfreundliche Pflanzen

Du kannst nicht nur deinen Garten, sondern auch deinen Balkon bienenfreundlich bepflanzen. Honigbienen freuen sich über alle offenen Blüten, in denen sie Nektar sammeln können. Wildbienen sind etwas wählerischer: je nach Art bevorzugen sie spezielle Blüten und Pflanzen. Je nachdem, welche Bienenarten in deinem Garten heimisch sind, solltest du die Bepflanzung planen. Außerdem solltest du beachten, dass auch Bienen das ganze Jahr über Hunger haben. Bietet dein Garten den Nützlingen nur im Frühjahr Nahrung, werden sie im Sommer und Herbst nach anderen Nahrungsquellen suchen müssen. Wer etwas Platz, aber wenig Zeit für das Gärtnern hat, ist mit einer Wildblumenwiese gut bedient. Bienenfreundliche Wildblumenmischungen sind mittlerweile in jedem Baumarkt oder Gartencenter erhältlich und müssen nur ausgestreut werden. 

Auch ihre Pflege gestaltet sich sehr einfach. Im Blumenbeet machen sich z.b. Schafgarbe, Akelei, Lavendel, Lupinen oder ungefüllte Dahliensorten gut. Wer außerdem gerne im Herbst etwas Leckeres ernten möchte, kann sich Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren oder Johannisbeeren in den Garten holen. Schlehen, Pfaffenhütchen und Efeu sind bei Bienen beliebte Sträucher. Von vielen Gemüsesorten profitieren nicht nur Menschen, sondern auch Bienen: Wer Borretsch, Kürbis, Zwiebeln, Kohl oder Möhren im Garten hat, schenkt den Bienen Nahrung und darf sich über frisches Gemüse freuen. Du hast nur einen kleinen Balkon? Auch du kannst etwas für die kleinen Nützlinge tun! Pflanzst du Kapuzinerkresse, Löwenmäulchen, Wandelröschen oder Männertreu, versorgst du die Bienen aus der Nachbarschaft mit Nektar. Auch Küchenkräuter wie Rosmarin, Thymian, Pfefferminze oder Salbei verwandeln deinen Balkon oder dein Fenstersims in ein kleines Bienenparadies.

2. Verzicht auf Pestizide

Die größte Gefahr für Bienen sind Pestizide und Insektizide. Möchtest du deinen Garten oder deinen Balkon bienenfreundlich gestalten, solltest du auf den Einsatz von Giftstoffen verzichten. Deine Umwelt und die Bienen werden es dir danken.

3. Baue eine Bienentränke

Bienen sind nicht nur hungrig, sie haben auch Durst. Die langen Distanzen, die Bienen bei der Nektar suche überwinden, machen die kleinen Nützlinge durstig. Tiefe Gewässer mit steilen Ufern stellen eine Gefahr für Bienen da. 

Sie können bei der Flüssigkeitsaufnahme ins Wasser fallen und ertrinken. Eine kleine Bienentränke hilft den Bienen ungemein. Stelle eine flache Schale in die Nähe deiner bienenfreundliche Pflanzen. Lege ein paar Steine, Hölzchen oder Moos in die Schale und fülle sie mit Wasser. Die Bienen können auf den Steinen landen und sich an den Hölzern beim Trinken festhalten. So gestärkt bringen sie den gesammelten Nektar nach Hause.

Bienentränke für Balkon und Garten

4. Stelle dir ein Insektenhotel auf den Balkon oder in den Garten

Die überall bekannte Honigbiene lebt in einer größeren sozialen Einheit, dem Bienenschwarm. Wildbienen dagegen sind oft Einzelgänger. Die Honigbiene kehrt mit dem gesammelten Nektar zu ihrem Schwarm zurück und verbringt dort die Nacht. 

Wildbienen leben in Ritzen und Öffnungen in Pflanzenhalmen oder altem Holz und in Erdhöhlen. Ein Insektenhotel auf dem Balkon oder im eigenen Garten sieht nicht nur hübsch aus, sondern kann auch (Wild-)Bienen helfen, die einen Unterschlupf suchen. Möchtest du dir ein solches Bienenhotel bauen, haben wir hier eine tolle Anleitung für dich! 

Projekt Insektenhotel - Phase 1

5. Kaufe Honig bei deinem Imker aus der Nachbarschaft

Honig aus der Nachbarschaft schmeckt nicht nur besonders gut, sondern ist auch gesund und hilft den Bienen. Honig aus dem Supermarkt kommt oft aus Südamerika oder Asien und ist gefiltert und mit Zucker und Wasser versetzt. Honig aus der Nachbarschaft kommt meistens von einem kleinen Imker, der sich mit viel Herzblut um seine Bienen kümmert. Da die Bienen den Pollen für den Honig von regionalen Bäumen sammeln, ist der Honig aus der Heimat ideal zur Allergieprophylaxe. Wer regionalen Honig isst, setzt sich nämlich den Pollen aus, die im Frühjahr allergische Reaktionen auslösen können, und zeigt so dem Körper, dass er nicht auf fliegenden Blütenstaub reagieren muss. Regionaler Honig bedeutet auch kurze Transportwege und hat eine bessere Umweltbilanz als Importhonig. Weil die Honigbiene beim lokalen Imker ein Zuhause gefunden hat, bestäubt sie die Blumen aus der Region. Das trägt zur Artenvielfalt bei.