Die Pfaffenhütchen-Gespinnstmotte

18.05.2018

Von Birgit Iraschko

Wo Nützlinge sind, gibt es auch leider immer Schädlinge. Aktuell kann man vielerorts den Befall von Pfaffenhütchen durch die Gespinstmotte beobachten. 

Die Raupen überspinnen von Mai bis Juni das Geäst und leben in Gruppen in diesen Gespinsten. Von Zeit zu Zeit kann man sie auch dabei sehen, wie sie sich an Fäden von ihren Nestern abseilen. 

Sie nagen an Rinde und Blättern. Bisweilen werden ganze Büsche davon überzogen und entblättert. Dies ist aber für den Spindelstrauch kein Problem, da er sich nach dem Schlüpfen der Motten schnell erholt und erneut austreibt. 

Daher ist auch nicht wirklich ein Vorgehen gegen die Schädlinge nötig. Wer sich trotzdem daran stört, kann beim Bemerken der ersten kleinen Gespinste die Gartenschere zücken und die befallenen Zweige entfernen.

Wer einmal einen Befall an seinem Pfaffenhütchen hatte, kann sich darauf einstellen, diesem Schauspiel jedes Jahr aufs Neue beizuwohnen, da sich die weibliche Gespinstmotte kaum mehr als 100 Meter von ihrem Geburtsort entfernt und ihre Eier meist im gleichen Strauch ablegt, auf dem sie selbst geschlüpft ist.