Projekt Insektenhotel - Phase 5

05.05.2018

Von Birgit Iraschko

Nachtrag zum Insektenhotel: 

Den geköpften Lavendel habe ich bereits in dreifacher Ausführung ersetzt, natürlich auf Kosten des Verursachers! 

Zusätzlich habe ich noch einen roten Ginster, der von Mai bis Juni Bienenfutter liefert und einen Sommerflieder (Schmetterlingsstrauch) der ab Juni zum Blühen kommt gepflanzt. Nachdem mir die Kinder erklärt haben, dass sie keine Kapuzinerkresse mögen, haben diese für ihre Kästen noch Erdbeeren bekommen. Des Weiteren werden noch mehrere Inseln mit spezieller Bienensaat angesät. Großflächig kann ich das leider in unserem Hang nicht machen, sonst erodiert das ganze Erdreich.

Bei der heutigen Inspektion unseres Hotels stellten wir fest, dass bereits die ersten Gäste eingezogen sind. Im Schilfrohr tummeln sich dunkle Bienen und tragen fleißig Pollen ein.

In den angebohrten Hartholzscheiten werkeln Bienen und Wespen um die Wette.  

Während die Bienen sich mit vegetarischer Kost begnügen, zerren die Wespen kleine grüne Raupen, die die Wespen an Körperlänge überragen, in den Bau. Ich bin nun beinahe eine Stunde vor dem Insektenhotel gesessen und habe das Schauspiel beobachtet und versucht ein paar vernünftige Fotos zu schießen. Das ist gar nicht so leicht, bei der An- und Abfluggeschwindigkeit der Tierchen.

Ich bin echt begeistert wie schnell und bereitwillig mein Angebot von den Bienen und Wespen angenommen wurde und denke schon darüber nach, ein weiteres Hotel zu bauen. Die einfachste Variante ist eine Kombi aus Schilfrohr und Hartholzscheiten, wobei dort bisher nur die größeren Löcher mit 5 mm bewohnt sind. Das ist weniger Aufwand, geht auf engstem Raum und die Besiedlung ist garantiert.